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Wie können Banken eine Refinanzierung vornehmen?
Die meisten Verbraucher haben zwar ein Girokonto, nutzen verschiedene Anlagekonten und auch Kredite, wissen aber nicht wirklich, wie das System Bank eigentlich funktioniert. Zwar ist dieses Wissen auch nicht zwingend erforderlich, aber es kann dennoch helfen zu verstehen, wie die Banken arbeiten. Nicht selten können sowohl Anleger als auch Kreditnehmer das Wissen als einen Vorteil nutzen, wenn es zum Beispiel um die Verhandlung von Konditionen geht. Wenn die Geschäftstätigkeit der Banken, die natürlich sehr umfangreich und vielschichtig ist, einmal auf das Grundprinzip reduziert wird, dann gestaltet sich diese Geschäftstätigkeit relativ einfach und auch für den Laien verständlich.



Auf der einen Seite bieten die Banken verschiedene Anlageprodukte an, wie zum Beispiel Spareinlagen oder ein Festgeldkonto. Viele Kunden nutzen diese Anlageformen und zahlen zum Beispiel 20.000 Euro auf einem Festgeldkonto mit einer Laufzeit von zwei Jahren ein. Diese 20.000 Euro kann die Bank nun nehmen, und für maximal zwei Jahre an einen anderen Kunden verleihen. Die Bank nimmt also auf der einen Seite Kundengelder entgegen, um diese dann auf der anderen Seite wieder als Kredit zu verleihen. Diese vergebenen Kredite müssen refinanziert werden, und genau das geschieht unter anderem dadurch, dass andere Kunden Geld bei der Bank anlegen. Allgemeiner gesprochen ist mit Refinanzierung gemeint, dass die Banken sich Kapital beschaffen müssen, um Kredite vergeben zu können. Es gibt heute drei Hauptwege, die Banken zur Refinanzierung nutzen können. Der erste Weg wurde bereits beschrieben, nämlich das „Sammeln“ von Kapital, welches die Kunden angelegt haben.

In diesen Bereich fällt nicht nur das Anbieten von Anlagekonten, sondern zum Beispiel auch die Ausgabe von Aktien oder Anleihen. Denn diese Wertpapiere werden ebenfalls von Anlegern gekauft, sodass der Bank Kapital zufließt. Der zweite Weg, auf dem sich Banken ebenfalls Kapital beschaffen können, ist die Aufnahme eines Darlehens. Dies kann zum Beispiel bei anderen Banken erfolgen oder mitunter auch bei Muttergesellschaften. Der dritte Weg der Kapitalbeschaffung sieht ganz ähnlich aus und beinhaltet, dass sich die Bank Geld bei der Europäischen Zentralbank leiht. Derzeit bevorzugen sogar viele Banken diese Form der Refinanzierung, da sie lediglich 0,75 Prozent Zinsen für das Geld zahlen müssen, welches sie sich von der EZB leihen. Neben diesen Hauptwegen können Banken natürlich noch auf anderen Wegen Geld erwirtschaften, zum Beispiel durch Provisionseinnahmen oder durch Gewinne im Bereich des Eigenhandels.

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