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Yen Kredite - Ihre Vorteile und Risiken
Menschen, die ein Haus finanzieren, sind immer auf der Suche nach den günstigsten Kreditmöglichkeiten. Einige Banken sowie freie Finanzvermittler bieten hierfür immer wieder auch das Fremdwährungsdarlehen in japanischen Yen an. Dieses wird, wie der Name schon sagt, nicht in Euro, sondern eben in der japanischen Währung aufgenommen. Gleichzeitig erfolgen auch Tilgung sowie Zinszahlung in dieser Währung.



Der Vorteil solcher Kredite liegt derzeit in der Zinssituation in Japan. Hier liegt der Leitzins aufgrund der Bankenkrise in den 1990er Jahren und der damit verbundenen Rezession bereits seit Jahren deutlich unter dem Leitzins der EZB, der Europäischen Zentralbank. Dies hat zwar den Nachteil, dass Anleger keine hohe Rendite erhalten, im Gegenzug müssen Kreditnehmer aber einen nur geringen Zins für die Darlehensaufnahme bezahlen, wodurch die monatliche Darlehensbelastung deutlich reduziert wird. Je nach Anbieter liegen die Konditionen für Baufinanzierungen derzeit zwischen 1,5-2,9% p.a. und somit fast die Hälfte unter den Konditionen deutscher Banken. So lassen sich pro Jahr mehrere Tausend Euro sparen, und das ohne großen Aufwand.

Auch wenn die Kreditaufnahme in japanischen Yen sehr verlockend klingt, sollten doch die verschiedenen Risiken bedacht werden, die mit diesem Kredit verbunden sind. Dies ist zum einen das Zinsänderungsrisiko, denn anders als in Deutschland erhalten Kunden in Japan keine Jahrzehntelangen Zinsbindungen. Diese liegen vielmehr bei nur einem Jahr, oftmals sogar kürzer. Eine Änderung des Leitzinses würde Kreditnehmer daher sofort treffen und die Kreditrate verteuern. Sofern der Leitzins allerdings gesenkt wird, profitieren Kreditnehmer hiervon.

Das weitere Risiko, was gleichzeitig ein Vorteil sein kann, sind die möglichen Währungskursschwankungen. Sollte die japanische Währung im Gegensatz zum Euro abwerten, ist dies für Kreditnehmer vorteilhaft, denn die Darlehensschuld reduziert sich so bereits ohne ihr Zutun. Auf der anderen Seite jedoch, wenn der Yen, wie kürzlich geschehen, aufwertet, erhöht sich auch die Darlehensschuld, was letztendlich zu Verlusten und höheren Schulden führen kann.

Aufgrund der hohen Risiken, die mit einem Yen-Darlehen verbunden sein können, werden diese Kredite in der Regel nur an Menschen mit einer entsprechend hohen Bonität sowie einem soliden Einkommen vergeben. Sol soll sichergestellt werden, dass Veränderungen durch das Einkommen abgefedert werden können. Weiterhin erfolgt die Absicherung durch den Eintrag einer Grundschuld, der Beleihungsauslauf darf aber nicht mehr als 70% betragen.

Kreditnehmer sollten zudem die im Vergleich zum deutschen Darlehen relativ hohen Kosten bedenken, die aufgrund des zusätzlichen Aufwandes anfallen.

Fazit: Ein Kredit in japanischen Yen ist neben zahlreichen Chancen auch mit hohen Risiken verbunden. Jeder Kreditnehmer sollte daher gut überlegen, ob ein Darlehen in japanischen Yen die richtige Alternative zum Darlehen deutscher Banken ist. Ggf. kann eine Teilfinanzierung über diesen Bereich abgedeckt werden.

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