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Zahlung auf Rechung und die Folgen bei Verzug
Die Zahlung auf Rechnung gehört zu den meist genutzten Zahlungsarten bei Geschäften. Auf Rechnung zahlen können Personen mit positiver Bonität, die keine negativen Einträge in der Schufa haben. Nachdem das Dienstleistungsunternehmen (Versandhandel, Werkstatt etc.) seinen Vertragsteil erfüllt hat, wird dem Kunden eine Rechnung zugestellt. Diese muss in der Regel innerhalb von 14 Werktagen gezahlt werden, ansonsten gerät der Kunde in Zahlungsverzug.



Wird die Rechnung nicht bezahlt, bekommt der Kunde in erster Instanz eine Mahnung zugestellt. Es wird eine Mahngebühr fällig, die vom Verbraucher entrichtet werden muss. Erfolgt nach der Mahnung noch immer keine Zahlung an den Dienstleister, wird dieser innerhalb kürzester Zeit eine zweite und letzte Mahnung ausstellen, anschließend kann die Forderung an ein Inkassobüro weiter gegeben werden. Bei Vertragsgeschäften wird der Gläubiger bei Zahlungsverzug des Kunden berechtigt, den Vertrag fristlos zu kündigen und auf Schadenersatz zu klagen.

Wird eine nicht bezahlte Rechnung an ein Inkassounternehmen weiter gegeben, entstehen für den Verbraucher zusätzliche Kosten. Neben den Verzugszinsen und den Mahnkosten, muss auch eine Gebühr für die Beauftragung der Inkassogesellschaft gezahlt werden. Der Schuldner bekommt von dem Inkassounternehmen in der Regel die Möglichkeit der Ratenzahlung eingeräumt. Wenn der verschuldete Verbraucher jetzt handelt, kann er sich weitere Kosten und das gerichtliche Mahnverfahren ersparen. Schreibt das Inkassounternehmen den Schuldner mehrfach vergeblich an, wird die Angelegenheit auf Antrag des Gläubigers an einen Rechtsanwalt weiter gegeben. Der Anwalt wird ebenfalls noch einmal versuchen, den Schuldner zur Zahlung des Betrages oder einer angemessenen Rate zu bewegen, wenn auch hier jede gesetzte Frist fruchtlos verstreicht, wird bei Gericht der Mahnbescheid beantragt.

Wenn der Schuldner den Mahnbescheid zugestellt bekommen hat, kann er innerhalb von 14 Tagen Widerspruch dagegen einlegen. Dieser Widerspruch ist nur dann hilfreich, wenn es begründete Einwände gegen die Forderung insgesamt oder aber gegen Teilbeträge gibt. Bei erfolgtem Widerspruch entscheidet das örtliche Amtsgericht über die Festsetzung der Schulden. Verliert der Verbraucher diesen Prozess, werden ihm neben der Schuldsumme auch noch die Gerichtskosten in Rechnung gestellt. Wird dem Mahnbescheid nicht widersprochen, erfolgt etwa 14 Tage später die Ausstellung des Vollstreckungsbescheides. Durch dieses Dokument hat der Gläubiger die Möglichkeit, 30 Jahre lang gegen den Schuldner zu vollstrecken.

Der nächste Schritt ist in der Regel die Beauftragung des Gerichtsvollziehers. Wenn eine Pfändung in der Wohnung des Schuldners erfolglos verläuft, da keine Wertgegenstände vorhanden sind, bleibt dem Gläubiger noch die Möglichkeit der Gehalts- bzw. der Kontopfändung. Sollte auch hier für den Gerichtsvollzieher nichts zu holen sein, kann der Gläubiger die Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung verlangen. Diese Versicherung zwingt den Schuldner sein Vermögen unter Eid offen zu legen. Werden bei der Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung Tatsachen verschwiegen oder weigert sich der Schuldner sein Vermögen offen zu legen, kann eine Haftstrafe als letzte Konsequenz verhängt werden.

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