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Zahlungsziel beim Handelskredit individuell vereinbaren
Sowohl private Verbraucher als auch Unternehmen, also gewerbliche Kunden, nehmen heute häufig einen Bankkredit zur Finanzierung in Anspruch. Gerade für Betriebe und Unternehmen ist die Kreditaufnahme nicht selten eine Grundlage für die weitere Existenz, da auf diese Weise Investitionen getätigt oder zum Beispiel auch Waren eingekauft werden können, die eine Grundlage der Geschäftstätigkeit sind. Nicht nur die Banken vergeben Kredite, sondern viele Händler und sonstige Geschäftsleute finanzieren verschiedene Käufe auch über einen anderen Weg, wie zum Beispiel über den sogenannten Handelskredit.



Der auch als Lieferantenkredit bezeichnete Handelskredit ist dabei kein Bankdarlehen, sondern zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es sich um ein Zahlungsziel handelt, welches der Lieferant und gleichzeitige Verkäufer einer Ware seinem Geschäftspartner (Käufer) einräumt. Beim Handelskredit wird also nicht wie beim Bankkredit Kapital verliehen, sondern es handelt sich um einen Zahlungsaufschub. Banken spielen somit beim Lieferantenkredit keine Rolle, da nur zwei Parteien beteiligt sind, nämlich einerseits der Lieferant als Verkäufer und andererseits der Empfänger der Waren in seiner Eigenschaft als Käufer. Was die Abwicklung eines solchen Handelskredites betrifft, so ist diese relativ einfach nachvollziehbar und für beide Parteien sehr transparent. Basis für die „Kreditvergabe“ ist also immer das Geschäftsverhältnis, das durch den Verkauf und Kauf der Waren vorhanden ist. Das Geschäft basiert oftmals darauf, dass der Käufer vom Lieferanten bestimmte Waren bezieht, die er dann seinerseits an den Endverbraucher oder einen Zwischenhändler verkauft. Es findet also zunächst einmal eine Warenlieferung an den Käufer statt.

Wenn der Lieferant dem Käufer nun einen Handelskredit gewährt, dann erklärt er sich damit einverstanden, dass er die Zahlung der Waren erst zu einem späteren Zeitpunkt vornimmt. Er darf also ein vorgegebenes Zahlungsziel nutzen. Oftmals bewegt sich ein solches Zahlungsziel in einem Zeitraum zwischen zwei und vier Monaten ab Erhalt der gelieferten Waren. Vor allem der Empfänger der Waren, also der Käufer, kann von der Möglichkeit des Handelskredites profitieren. Denn durch die Möglichkeit, die Waren erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlen zu müssen, kann der Käufer die gelieferten Waren oftmals bereits an seine eigenen Kunden weiterverkaufen. Diese Kunden bezahlen natürlich in der Regel sofort, sodass der Empfänger der Waren seine „Schulden“ beim Lieferanten dann aus dem Verkaufserlös begleichen kann. Zudem ist es ein weiterer wesentlicher Vorteil, dass für die Nutzung des Handelskredites keine Zinsen zu zahlen sind, wie es beim Bankkredit der Fall wäre. Zwar bieten die meisten Lieferanten dem bei zügiger Bezahlung ein Skonto auf den Kaufpreis an, aber Mehrkosten im eigentlichen Sinne hat der Käufer dennoch nicht, falls er von dem eingeräumten Zahlungsziel Gebrauch machen sollte.

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