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Zinsfrequenz als Kriterium für den Zinseszins
Viele Anleger sind auf der Suche nach dem besten Zinssatz, wenn es um den Vergleich verschiedener Geldanlagen geht. Insbesondere bei Produkten, bei denen der mögliche Ertrag ausschließlich aus Zinsen besteht, bietet es sich natürlich an, sich für den Anbieter mit dem höchsten Zinssatz zu entscheiden. Dies trifft beispielsweise auf Anlageformen wie Spareinlagen, Tagesgeld und Festgeld zu. Unterschiede gibt es aber nicht nur in der Höhe des Zinssatzes, sondern auch bezüglich der Zinsfrequenz. Gemeint ist damit, in welchen Abständen die erzielten Zinserträge an den Anleger ausgeschüttet bzw. dem Anlagekonto gutgeschrieben werden.



Beim Tagesgeld ist es zum Beispiel so, dass manche Anbieter die Zinsen nur einmal im Jahr gutschreiben, während andere Banken eine monatliche oder vierteljährliche Gutschrift der Zinserträge vornehmen. Für Kleinanleger sind diese Unterschiede kaum von Bedeutung. Wenn allerdings größere Anlagesummen investiert werden, dann kann der sogenannte Zinseszins durchaus zu einem nicht unerheblichen Mehrertrag führen. Grundsätzlich ist die Zinsfrequenz also als Kriterium für den Zinseszins zu nennen, denn bei größeren Anlagesummen macht es durchaus einen Unterschied, ob die Zinsen nur einmal im Jahr oder beispielsweise monatlich ausgeschüttet bzw. gutgeschrieben werden. Wichtig zu beachten ist, dass der Zinseszins nur auf der Basis funktioniert, dass Zinserträge nicht an den Anleger ausgezahlt, sondern dem Kapital zugeschrieben werden. Wer also beispielsweise ein Tagesgeld mit einem Guthaben von 100.000 Euro eingerichtet hat, der würde bei einem Zinssatz von zwei Prozent bei einer jährlichen Zinszahlung eine Gutschrift von 2.000 Euro erhalten.

Würde die Zinsgutschrift hingegen monatlich erfolgen, so würde dies zu einer Gutschrift von knapp 200 Euro führen, die dem Kapital sofort zugeschrieben werden. Im nächsten Monat würde der Anleger somit nicht nur die ursprünglichen 100.000 Euro verzinst bekommen, sondern rund 100.200 Euro, da die Zinsen dem Kapital zugeschrieben worden sind. Grundsätzlich ist es durch einen unterjährigen Zinseszins so, dass sich die Rendite leicht erhöht. Wenn man allerdings einmal konkret ausrechnet, welchen Unterschied es bei den Zinserträgen wirklich macht, ob die Zinsfrequenz monatlich oder jährlich ist, so handelt es sich bei kleineren bis mittleren Anlagesummen meistens nur um einige Euro. Wirklich interessant wird es erst ab sechsstelligen Anlagesummen, denn dann kann der Zinseszins durchaus einige Hundert Euro im Jahr ausmachen. Somit ist die Zinsfrequenz vor allen Dingen für Anleger interessant, die über hohe Guthaben verfügen können und weniger für Kleinanleger geeignet, die nur wenige Tausend Euro auf einem Festgeldkonto oder Tagesgeldkonto angelegt haben.

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