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Zinsgünstiges Forward-Darlehen aufnehmen
Das Immobilien derzeit im Allgemeinen relativ günstig zu bekommen sind und auch die Finanzierung vergleichsweise günstig ist, ist vielen Verbrauchern mittlerweile bekannt. Die Hypothekenzinsen sind so niedrig wie nie zuvor, sodass man mitunter nur einen Zinssatz von 2,60 Prozent für einen Immobilienkredit zahlen muss. In einer glücklichen Situation sind daher alle diejenigen Verbraucher, die jetzt noch eine Immobilienfinanzierung zu diesen günstigen Konditionen durchführen können und sich diese Zinssätze bestenfalls für 15 oder mehr Jahre sichern können.



Aber auch Verbraucher, die schon seit einiger Zeit ein Immobiliendarlehen nutzen und dieses meistens zu teilweise deutlich schlechteren Konditionen abgeschlossen haben, können noch von den günstigen Zinsen profitieren. Das „Zauberwort“ heißt in diesem Zusammenhang Forward-Darlehen. Jetzt noch schnell ein Forward-Darlehen abschließen – so lautet die Devise bei immer mehr Kreditnehmern, die bereits ein Hypothekendarlehen nutzen. Als Forward-Darlehen wird ebenfalls ein Hypothekendarlehen bezeichnet, welches sich allerdings durch einige Besonderheiten auszeichnet. Dieses Darlehen kann der Kreditnehmer nämlich bereits abschließen, obwohl die Zinsbindung für das derzeit genutzte Immobiliendarlehen noch gar nicht abgelaufen ist. Denn mit dem Forward-Darlehen sichert man sich in der Gegenwart für die Zukunft einen bestimmten Zinssatz. Das Darlehen selbst wird also demnach heute abgeschlossen, aber mitunter erst in Jahren ausgezahlt, nämlich dann, wenn die bisherige Zinsbindung abgelaufen ist und das bislang genutzte Darlehen fällig ist. Diesen großen Vorteil der zukünftigen Zinssicherheit erhält man jedoch nicht gratis, sondern der Zinssatz des Darlehens ist meistens rund 0,5 Prozent höher als der aktuelle Zinssatz bei „normalen“ Hypothekendarlehen. Dennoch kann sich das Forward-Darlehen natürlich rentieren, nämlich spätestens dann, wenn die Hypothekenzinsen bis zur Fälligkeit des „alten“ Darlehens mehr als diesen Zinsaufschlag von 0,5 Prozent angestiegen sind.

Aus diesem Grunde ist der Abschluss eines solchen Forwarddarlehens auch nur dann sinnvoll, wenn bis zur Fälligkeit der bisherigen Zinsbindung mit steigenden Hypothekenzinsen zu rechnen ist. Und da aktuell (Mitte 2010) die Zinsen in diesem Bereich so niedrig wie nie zuvor sind und faktisch fast nur noch steigen können, die Frage ist nur ab wann genau, ist die Devise jetzt noch schnell ein Forward-Darlehen abzuschließen sicherlich ein Vorsatz mit guten Erfolgsaussichten. Allerdings ist auch bei den derzeit extrem günstigen Zinsen nicht unbedingt gesagt, dass der Abschluss eines Forward Darlehens immer besser ist als bis zur Fälligkeit des aktuellen Darlehens zu warten, denn wie bereits erwähnt muss der Zinsaufschlag mit einkalkuliert werden. Angenommen die derzeitige Zinsbindung läuft bereits in sechs Monaten ab, dann wäre die Aufnahme eines Forwarddarlehens wahrscheinlich nicht nötig bzw. nicht sinnvoll, da es eher unwahrscheinlich ist, dass die Hypothekenzinsen in den nächsten Monaten um mehr als die 0,50 Prozent Zinsaufschlag steigen werden. Läuft die Zinsbindung aber erst in einem Jahr oder länger ab, so sollte man durchaus jetzt noch schnell ein Forward-Darlehen abschließen.

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