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Zusammenhang zwischen Kreditverkäufen und forderungsbesicherten Anleihen
Bei forderungsbesicherten Anleihen handelt es sich um Wertpapiere, deren Gegenwert durch eine Forderung des Emittenten abgesichert wird. Ein derartiger Anspruch entsteht in der Regel durch den Ankauf von Krediten seitens einer Fondsgesellschaft. Diese erwirbt die entsprechenden Darlehen bei Geschäftsbanken und bündelt sie neu zu Fonds, deren Anteile sie als Wertpapiere an Anleger verkauft. Auf diese Weise hat die Bank einen Teil der von ihr vergebenen Darlehen refinanziert, während der Kapitalanleger einen guten Zinssatz für seine Einlage erhält.



Zu bedenken ist jedoch, dass eine Bank üblicherweise nicht die Kredite weiterverkauft, welche zuverlässig und rechtzeitig bedient werden. Sie veräußert vielmehr am ehesten Darlehen, deren Rückzahlung sie für die Zukunft als zweifelhaft ansieht. Damit sind forderungsbesicherte Wertpapiere nicht Geldanlagen, welche durch die Kreditforderung im Hintergrund besonders abgesichert sind; vielmehr trägt der Anleger das Risiko, dass der eigentliche Schuldner das Darlehen nicht zurückzahlen kann und somit die Rückgabe der Anleihe am Ende der Laufzeit nicht mit ihrer vollständigen Rückzahlung verbunden ist. Dieses Risiko wird im tatsächlichen Fondsgeschäft dadurch gemindert, dass in einem Fondspaket bei forderungsbesicherten Anleihen unterschiedliche Kredite enthalten sind, so dass ein vollständiger Forderungsausfall als unwahrscheinlich angesehen werden kann. In den USA haben forderungsbesicherte Anleihen im Jahr 2010 jedoch wesentlich zu einer sich schließlich weltweit auswirkenden Bankenkrise beigetragen, da häufig ausschließlich Immobiliendarlehen zu einem Fonds zusammengefasst wurden und neben der Tilgungsquote der Kredite die Verwertbarkeit der Immobilien stark zurückging.

Forderungsbesicherte Anleihen, in den meisten Verkaufsprospekten werden sie mit dem englischen Begriff Asset Backed Securities bezeichnet, bieten sich als Anlageform für den risikobereiten Anleger an, wobei dieser nur einen Teil seines Vermögens in diese investieren sollte. Ein Vorteil der forderungsbesicherten Wertpapiere besteht darin, dass sie uneingeschränkt über die Börse verkauft werden können, sofern sich ein Käufer zu einem akzeptablen Preis finden lässt. Für die einzelne Bank ist bei jedem Verkauf eines Kredites an eine Fondsgesellschaft zu prüfen, ob dieser zulässig ist. Ein grundsätzliches Verbot zum Kreditverkauf besteht nur dann, wenn dieses ausdrücklich zwischen der einen Kredit gebenden Bank und dem Kreditnehmer vereinbart wurde oder wenn die Bank in ihrer Werbung darauf hinweist, keine ordnungsgemäß bedienten Darlehen weiterzuverkaufen. In allen anderen Fällen ist ein Kreditverkauf möglich, die Bedingungen für den Kreditnehmer hinsichtlich der Rückzahlung sowie der Verzinsung ändern sich dabei nicht. Da die Aufkäufer von Krediten jedoch keine direkte Geschäftsbeziehung zum Kreditnehmer unterhalten, sind sie in der Regel nicht bereit, spätere Wünsche des Kunden nach einer Änderung der Rückzahlungsvereinbarung oder einer Tilgungsaussetzung umzusetzen.

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