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Zuviel bestellen ohne Bonität kann in die Überschuldung führen
Immer mehr Verbraucher greifen auf Kredite und andere Finanzierungen zurück, da sie die monatlichen Ausgaben mit ihren Einkünften nicht mehr bezahlen können. Umschuldungen von Girokonten sind keine Seltenheit mehr. Auch die Aufnahme mehrerer kleinerer Kredite ist kein Problem, da immer mehr Anbieter auf den Markt drängen und es für einen Kunden somit leichter wird einen Kredit zu bekommen.



Gerade bei Krediten mit relativ geringen Kreditsummen wird die Bonität eines Kunden durch die Kreditinstitute oder andere Anbieter nur sporadisch geprüft. Für die Verbraucher ist diese Vorgehensweise z.B. beim Ratenkauf Vorteil und Nachteil zugleich.

Der Vorteil ist, dass jeder Verbraucher finanzielle Engpässe leicht überbrücken kann, da man gerade im Internet seinen Wunschkredit innerhalb kürzester Zeit ohne Prüfung der Bonität aufnehmen kann.

Der Nachteil ist jedoch, dass die Kreditnehmer durch die Aufnahme vieler kleiner Darlehen langsam in die Überschuldung geführt werden. Der Grund hierfür liegt darin, dass sie sich die vielen Dinge, die sie bestellen, nicht leisten können, da keine ausreichende Bonität vorhanden ist. Die Bonität richtet sich in erster Linie nach der Einkommenssituation. Gerade die Einkommenssituation ist in den meisten Haushalten, welche auf kleine Kredite angewiesen sind, nicht so gut. Wer einen Kredit aufnehmen muss, weil die monatlichen Einnahmen die Ausgaben nicht decken können, der kann auch keinen Kredit finanzieren. Da die vielen Anbieter von kleinen Krediten bei Vergabe der Kredite die Bonität jedoch nicht genau prüfen, kann es schnell zu einer Überschuldung kommen.

Auch die immer häufiger werdenden Ratenkäufe sind eine große Gefahr für Kunden ohne ausreichende Bonität. Gerade in Katalogen oder bei großen Kaufhäusern und Versandhäusern ist das Bestellen von vielen Dingen mit gleichzeitiger Ratenzahlung gar kein Problem. Die Verbraucher merken jedoch erst später, dass sich die vielen kleinen Raten zu einer sehr hohen monatlichen Belastung entwickeln und der Sollsaldo auf ihren Girokonten immer größer wird. Eine kurzfristige Lösung ist die Umschuldung des Girokontos in ein kurzfristiges Darlehen. Ist dieser Punkt erreicht, so befinden sich die Kreditnehmer schon in der Schuldenfalle. Eine Umschuldung des Girokontos bringt einen weiteren Kredit und somit auch eine weitere Rate mit sich. Die monatliche Belastung wird wieder höher und kann weiterhin nicht getragen werden. Die Folge ist, dass sich wieder eine Inanspruchnahme auf dem Girokonto aufbaut. Dieser Prozess wird sich so lange beschleunigen bis der Schuldner seine vielen kleinen Kredite nicht mehr bedienen kann, da die Lastschriften mangels Deckung nicht mehr eingelöst werden. Die Folge aus dieser nicht ausreichenden Bonität sind Pfändungen der Gläubiger und eine daraus resultierende Sperrung des Girokontos.

Es ist für jeden Verbraucher ratsam sich selbst einen Haushaltsplan aufzustellen und die Einnahmen und Ausgaben miteinander zu verrechnen. So kann sich jeder vor dem Abrutschen in die Überschuldung durch zu viele Käufe ohne ausreichende Bonität schützen. Kreditnehmer, welche sich schon in der vorgenannten Situation befinden, sollten ein Gespräch mit ihrer Bank führen, damit eine Lösung gefunden werden kann. Eine mögliche Lösung wäre zum Beispiel, dass die Bank alle vorhandenen Darlehen ablöst und in ein langfristiges Darlehen umwandelt. Die Rate wird anschließend so gewählt, dass der Kreditnehmer das Darlehen mit seiner Einkommenssituation bedienen kann. Erfolgt kein Gespräch mit der Bank oder die Ablehnung der Übernahme aller Darlehen durch die Bank, so kann es letztendlich zur Privatinsolvenz des Schuldners kommen.

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